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  • "Serenity-Chan" started this thread

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Occupation: FSJ'lerin in einem Kinderhospiz

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Wednesday, July 14th 2010, 11:45am

Babysteps (Torchwood - FF)

Nein, außnahmsweise mal keine SPN-FF. ^^

Ja, meine erste Torchwood Story. Nachdem ich letztens mal wieder die erste Staffel geschaut habe, sind mir da so ein paar Ideen gekommen. Besonders die Gedanken zu Episode 6 "Ernetzeit" haben mich nicht mehr losgelassen, schon allein, weil es ohnehin eine meiner Lieblingsfolgen ist, auch wenn ich nicht dagegen gehabt hätte, wenn Gwen nicht "nur" angeschossen worden wäre. *hust* Okay, anderes Thema, aber was soll ich machen, ich mag das Weib nicht. In der ersten Staffel schon mal gleich gar nicht.

Na ja, das jedenfalls ist dabei rausgekommen. Ganz ohne Gwen, dafür aber mit Jack und Ianto. Ich liebe die beiden einfach zusammen. Und ich werde niemals über "Tag Vier" hingwekommen ... *heul*

++++

Fandom: Torchwood
Autor: Serenity-Chan
Titel: Babysteps
Charaktere: Ianto Jones, Jack Harkness
Genre: One-Shot, Drama, Slash, Ianto/Jack
Spoiler: Nya, spielt halt nach Epsiode 6 der ersten Staffel, die vierte und fünfte Folge wird ebenfalls erwähnt, aber nur kurz
Inhalt: Die Ereignisse nach "Erntezeit" scheinen Ianto nicht loszulassen.
Disclaimer: Jack und (leider auch) Ianto gehören nicht mir, ebenso wenig wie Torchwood. Ich verdiene kein Geld mit der Story.

+++

Babysteps


Es waren bereits fünf Tage vergangen, als Jack es bemerkte.
Und auch erst da fiel ihm auf, dass er es hätte schon eher merken, früher sehen müssen.
Weil es eigentlich offensichtlich war.
Wenn man genau hinsah. Und wenn man ihn kannte. Auch wenn er es zu verstecken versuchte.

Aber wirklich – richtig – bemerkt, hatte er es durch … Ja, eigentlich durch Dummheit. Seine eigene Dummheit wohlgemerkt.
Nicht das er es bereuen würde. Nicht wirklich.
Denn wenn es nicht passiert wäre, wären ihm die ganzen Kleinigkeiten der letzten Tage noch immer nicht aufgefallen. Selbst wenn er sie erst Im Nachhinein erkannt hatte.

Doch als er heute Morgen sein Büro betreten hatte, hatte er einen Fehler begangen.
Er war durch die Tür gekommen und Ianto hatte vor seinem Schreibtisch gestanden, ihm den Rücken zugewandt, offensichtlich um ihm seinen Kaffee auf dem Tisch abzustellen.
Und er … er hatte das Büro betreten, war anscheinend leiser gewesen, als er sich selbst bewusst gewesen war und hatte eine Hand auf Iantos Schulter gelegt, hatte schon den Mund geöffnet gehabt, um etwas zu sagen, als in dem Moment in dem er den anderen berührte, dieser heftig unter seiner ihm zusammenzuckte und sich so ruckartig herumdrehte, dass er an die gerade abgestellte Tasse stieß, die herunterfiel und mit einem lauten Scheppern auf dem Boden zerschellte.

Jack lag schon ein lockerer Spruch auf den Lippen. Etwas komisches, etwas, das versteckte, wie sehr er von dieser Reaktion überrascht war.
Doch abermals kam er nicht dazu, dass auszusprechen, was er hatte sagen wollen, als er den Ausdruck in den blauen Augen des anderen sah.
Sie waren erschrocken geweitet, und fast glaubte der ältere, Angst darin zu erkennen. Und er stand so dicht an ihm dran, dass er den panisch schnellen Herzschlag von Ianto spüren konnte.

Einen Moment sah Ianto ihn noch mit diesem Ausdruck an, dann blinzelte er und sowas wie Erkennen tauchte in seinem Blick auf.
Dennoch entspannte sich sein Körper kaum und es wirkte auch immer noch so, als würde er sich ein Stück von Jack weglehnen, schien dann auch etwas zu sagen, was verdammt nach einer gemurmelten Entschuldigung klang, ehe er sich an ihm vorbei schob, sich vor die kaputte Tasse kniete und begann die Scherben auf das Tablett zu sammeln, das er in der Hand gehabt hatte und das ebenfalls zu Boden gegangen war.

Jack beobachtete ihn einige Sekunden schweigend zu, ehe er sich ihm gegenüber hockte.
„Ianto.“

Es war das erste was er sagte, seitdem er das Büro betreten hatte.
Der andere reagierte nicht, und zeigte Jack auch nur, dass er ihn überhaupt gehört hatte, dadurch, dass er in seinen Bewegungen kurz inne hielt.

Jack seufzte leise.
„Ianto.“, wiederholte er und griff nach den Handgelenken des anderen, um ihn von seinem Tun abzuhalten. „Hey, sieh mich an.“

Er konnte spüren, wie Iantos Körper sich unter seinen Händen verkrampfte und wie sich der Puls des jüngeren unter seinen Fingern beschleunigte.
„Ich kann …“, begann Ianto, ehe Jack ihn wieder losließ, erschütternd feststellend, dass Ianto … Angst vor ihm hatte.

Ianto zögerte nicht und begann direkt wieder die Scherben aufzulesen. „Es tut mir leid. Ich werd den Kaffee gleich aufwischen. Ich hab …“
„Hör auf.“

Der Drang ihn wieder zu berühren war unwahrscheinlich groß, doch Jack widerstand gezwungenermaßen. In letzter Zeit war er ohnehin vorsichtig was Berührungen dem jüngeren gegenüber anging.
Er hatte sich nie sonderlich Gedanken darüber gemacht, gerade bei Ianto nicht, der seinem Flirten schließlich niemals abgeneigt gewesen war.

Aber seit der Sache mit Lisa …

Ianto hatte ihn anders angesehen.
Er war nicht mehr der Captain, er war nicht der Held.
Er war das Monster. Der Mörder.

Eigenartigerweise hatte dieser Blick nach einiger Zeit wieder aufgehört.
Es war nicht wie früher.
Da war Schmerz und Trauer und Verzweiflung.

Jack war nicht blind und hatte in all seinen Jahren durchaus gelernt, Menschen zu durchschauen. Auch wenn Ianto noch so sehr versuchte es zu verstecken.

Das erste Mal, dass es wieder gewagt hatte, Ianto überhaupt anzufassen, war vor wenigen Wochen gewesen. Irgendwann, bevor ein paar Feen gedroht hatten, die ganze Welt zu vernichten.
Sie waren beide hier gewesen, mitten in der Nacht und Jack hatte dem jüngeren eine Hand auf seine Schulter gelegt. Und Ianto … hatte es akzeptiert.
Nicht, indem er es mit Worten bestätigt hatte, nichtmal mit einem Nicken oder ähnlichem.
Einfach, indem er sich nicht verkrampft hatte oder zusammengezuckt war.

In dieser Nacht hatten sie das erste Mal miteinander geschlafen.

Jack hatte es getan, weil … er war sich nicht ganz sicher.
Und Ianto hatte es getan, weil … nun, Jack hatte es in seinen Augen lesen können. Darin hatte nicht der Wunsch nach Liebe oder Zärtlichkeit gestanden. Nichteinmal nach Vertrauen. Nur der Wunsch, vergessen zu können. Wenigstens für einen Augenblick. Selbst wenn dieser eine Lüge war.

Und wahrscheinlich war das der Grund, weshalb Jack mit ihm geschlafen hatte.

Vielleicht wäre es besser geworden.
Und vielleicht, ganz vielleicht, würde Ianto ihm beim nächsten Mal gestatten, ihn zu küssen.
Jack wusste wie es war, Ianto zu spüren, jedoch nicht, ihn zu schmecken.
Dies hatte Ianto ihm verwehrt.

Doch ehe die Blicke, die manchmal zwischen ihnen herrschten, eine Bedeutung bekommen konnten, oder die beinahe zufälligen Berührungen einen tieferen Sinn ergaben, war etwas geschehen, mit dem keiner von ihnen gerechnet hatte.

Natürlich war das Leben bei Torchwood nie sicher und es konnte jederzeit zu Katastrophen und Dramen kommen, doch das zwei seiner Mitarbeiter von einem ganzen Dorf voller Irrer entführt und beinahe nahezu abgeschlachtet worden war, damit hätte Jack niemals gerechnet und wenn er ehrlich war, hatte es ihn erschüttert.

Doch Toshiko und Ianto hatte dieses Erlebnis den Boden unter den Füßen weggezogen.
Eigenartigerweise hatte Jack dennoch gehofft – angenommen – vorausgesetzt –, dass sich das bald wieder legen würde. Dass es weitergehen würde.

Die jetzige Situation zeigte ihm, dass es offenbar nicht so war.
Er war ja nicht blöd.
Er konnte eins und eins zusammenzählen und ihm war klar, dass Ianto nicht plötzlich seine Schreckheftigkeit entdeckt und beschlossen hatte, dass ihm seine Berührungen plötzlich unangenehm waren.
Es war dieses Erlebnis, dass er immer noch mit sich herumtrug und das mehr und mehr begann Iantos Leben zu beeinflussen.

Jack seufzte leise. „Was hältst du davon, wenn du einen Ordnungswahn einmal abstellst und stattdessen mit mir was essen gehst?“
Ianto sah ihn überrascht an. „Du willst mit mir … Was?“

Jack grinste leicht, als er sah, dass die Überraschung in Iantos Blick für einen Moment alles andere überlagerte, ehe wirklich so etwas wie Enttäuschung darin zu finden war. Dann wandte der jüngere den Blick wieder ab. „Ich … brauche dein Mitleid nicht.“
„Ianto, ich tue das nicht aus Mitleid.“

Ianto nickte nur abgehackt, aber es war vollkommen offensichtlich, dass er ihm nicht glaubte. „Es wäre ja nicht das erste Mal.“, murmelte er schließlich und Jack runzelte die Stirn.
Es dauerte in paar Sekunden, ehe ihm die Bedeutung dieser Worte klar wurde.

Seine Augen weiteten sich sofort und diesmal war seine Bewegung ruckartig, als er wieder nach Ianto griff, dieses Mal sein Gesicht mit beiden Händen umfasste und ignorierte, dass Ianto zusammenzuckte und Panik in seine blauen Augen trat.

„Nein.“, begann Jack ernst und schüttelte den Kopf. „Denk das nicht. Es ist nicht wahr, nicht einmal ansatzweise. Ianto, ich habe nicht aus Mitleid mit dir geschlafen, ist das klar?“
Ianto sah ihn noch einen Moment an, dann wandte er den Blick ab, so gut es eben ging, wenn Jack ihn festhielt.

Der ältere seufzte abermals, ließ seine Stirn gegen die von Ianto sinken, ließ ihn gleichzeitig aber los, wollte ihn zu nichts zwingen. „Ich sehe, dass du mir nicht glaubst. Aber es ist die Wahrheit.“

„Warum dann?“, fragte Ianto leise.

„Weil ich diesen Ausdruck in deinen Augen nicht ertragen habe.“, sagte Jack schließlich ebenso leise und wusste, dass es stimmte, auch wenn es ihm selbst erst in diesem Moment klar wurde.

„Welchen Ausdruck?“
Jack löste sich ein Stück von dem jüngeren, sah ihn an und spürte einen Stich in seiner Brust. „Diesen Ausdruck.“, erwiderte er und strich ihm über die Wange.

Ianto schenkte ihm ein bitteres Lächeln. „Hat es was gebracht?“, fragte er und es klang fast ebenso bitter, wie sein Lächeln aussah.
Jack deutete ein Nicken und glitt mit seinen Fingern sanft durch das dunkel Haar des anderen. „Für einen Augenblick schon.“

Etwas nicht zu deutendes trat in Iantos Augen. „Würdest du es deshalb wieder tun?“
„Deshalb und weil ich will, dass er nicht wiederkehrt.“
Jack sah Ianto deutlich schlucken. „Das wird dir nicht gelingen.“

Es war leise gewesen, fast geflüstert. Jack hatte ihn dennoch verstanden und er beugte sich näher zu dem jüngeren und seine Antwort war ebenso leise. „Lass es mich versuchen.“

Es war Ianto, der die letzten Zentimeter überwand und Jack spürte die Lippen des anderen auf seinen eigenen. Sanft, schüchtern, beinahe keusch, doch Jack wusste in diesem Augenblick, dass er es wirklich versuchen würde.
Nicht aus Mitleid. Sondern weil er es wirklich wollte.

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